Die Fraktion Bürger für Wilnsdorf und FDP im Rat der Gemeinde Wilnsdorf bringen Bewegung in die Diskussion um das leerstehende Bahnhofsgebäude in Rudersdorf. In einem Antrag fordern sie die Verwaltung auf, ein Nutzungskonzept für das historische Gebäude zu entwickeln – mit dem Ziel, neue Impulse für Wirtschaft, Kultur und Wohnen in der Gemeinde zu setzen.
„Das Bahnhofsgebäude in Rudersdorf bietet große Potenziale – für Kreative, für Gründer, für Kunst und Kultur“, heißt es von den antragstellenden Fraktionen. Denkbar seien unter anderem ein Co-Working-Space, in dem Freiberufler, Start-ups und kleine Unternehmen flexibel und gemeinschaftlich arbeiten können, sowie ein Kulturbahnhof, wie er bereits in der Stadt Kreuztal erfolgreich realisiert wurde.
Ein solcher Ort könne nicht nur das kulturelle Leben in der Gemeinde bereichern, sondern auch zur Belebung des Ortszentrums beitragen und einen Treffpunkt für Kunstschaffende, Vereine und interessierte Bürgerinnen und Bürger schaffen.
Darüber hinaus solle auch eine Teilnutzung als Wohnraum geprüft werden, etwa durch Umnutzung einzelner Bereiche zu attraktiven Mietwohnungen – insbesondere im Sinne der Innenentwicklung.
In ihrem Antrag fordern die Fraktion die Gemeindeverwaltung daher auf:
- Ein Nutzungskonzept für das Bahnhofsgebäude zu erarbeiten, das verschiedene Nutzungsformen – Co-Working, Kultur, Wohnen – miteinander denkt.
- Finanzierungsmöglichkeiten, insbesondere durch Förderprogramme, zu prüfen und ein tragfähiges Konzept zur Umsetzung zu entwickeln.
„Wir wollen das Gebäude nicht einfach verfallen lassen, sondern seine Potenziale für die gesamte Gemeinde nutzen. Dafür brauchen wir jetzt eine fundierte Grundlage zur weiteren Diskussion“, erklärt Dr. Andreas Weigel.
