Gute Schule und gebrochene Trinkwasserleitung

Gebrochene Trinkwasserleitung

Wilnsdorf – RL. Die Themen „gebrochene Trinkwasserleitung im Ortsteil Obersdorf“ beschäftigen derzeit die Fraktionen „Bürger für Wilnsdorf und FDP sowie die Wilnsdorfer Parteiunabhängige“.

Verwundert hat die Fraktionsmitglieder die Stellungnahme von Bürgermeisterin Christa Schuppler, in der Siegener Zeitung, in der Wilnsdorfs Bürgermeisterin die Bürger um Verständnis für die Rohrbrüche bittet. In der Gemeinde lägen, so Christa Schuppler, viele alte Wasserleitungen und deshalb müsse jederzeit mit einem ähnlichen Szenario wie in Obersdorf gerechnet werden. Die Gemeinde nutze jedoch jede Chance, die Leitungen zu erneuern und investiere hier jedes Jahr hohe Summen. Vor dem Risiko von nochmaligen Rohrbrücken sei die Gemeinde jedoch nicht gefeit.

Für die Mitglieder der Ratsfraktion spricht diese Aussage allerdings nicht für ein planvolles Vorgehen in dieser Frage, sondern vermittelt den Eindruck, dass Vieles dem Zufall überlassen und man nach dem Motto gehandelt wird: Wenn etwas akut defekt ist, wird es möglichst schnell repariert. Geld und Kosten spielen dabei keine Rolle. Ansonsten warten wir ab, was auf uns zukommt.

Nach Meinung der Ratsfraktion „Bürger für Wilnsdorf, FDP und Wilnsdorfer Parteiunabhängige“ wichen seit Jahren die Planzahlen der Investitionen von tatsächlich investierten Beträgen ab. Für 2016 seien zum Beispiel Investitionen in Höhe von 1.459 T€ vorgesehen, tatsächlich umgesetzt seien jedoch nur 659 Euro. Eine konzeptionelle Vorgehensweise sieht anders aus.

Damit auch die Ratsmitglieder quantifizierbare Statusinformationen und damit eine rationale Arbeitsgrundlage haben, fordert die Fraktion seitens der Gemeinde eine Aufklärung der Bürgermeisterin darüber, ob die fehlenden Investitionen nachgeholt werden, welche Rolle das Alter der Leitungen spiele und welche Kriterien sich hinter der Aussage der von Frau Schuppler die Gemeinde nutze jede Chance, die Leitungen zu erneuern…` stehe.

Thema „Gute Schule“

Zu Thema „Gute Schule“ hatte die Gemeinde Wilnsdorf im Hauptausschuss am 29. Juni 2017 beschlossen, ihr Kontingent in Höhe von 813.200 Euro aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ vollständig in Anspruch nehmen zu wollen. Konkret seien einzelne Maßnahmen für die Jahre 2017 , 2018, 2019 und 2020 festgelegt worden.

Nun seien jedoch bereits Sanierungen zurückgestellt worden. Die Fraktion „Bürger für Wilnsdorf, FDP und Wilnsdorfer Parteiunabhängige“ möchte über eine Anfrage wissen, welche beschlossenen Maßnahmen in den Jahren 2017 und 2018 mit welchen Kosten umgesetzt wurden, ferner welche Maßnahmen für die beiden Jahren noch umgesetzt werden.

Unklar ist auch, wie sich insgesamt die Situation für die beschlossenen Maßnahmen im Zusammenhang mit der 360 Grad Analyse darstellt und welche finanziellen und zeitlichen Verschiebungen jetzt schon bekannt sind und wie die Gemeinde sicherstellt, dass ihr durch zurückgestellte Maßnahmen keine Fördergelder entstehen.

 

Hier beide Anfragen zum Download: